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Oster Predigt, 2014

Sun, Apr 20, 2014

Wir glauben an die Gemeinschaft der Heiligen und heute Morgen muss ich Dank geben zu einer die mit den Heiligen jetzt ist. Frau Phillips war meine Deutsch Lehrerin. Von ihr hab ich meine Liebe für die deutsche Sprache gelernt. Meine Familie ist nicht Deutsch aber wegen Frau Phillips fühle ich mich immer zuhause mit Deutsch. Ich hab vor fünfzehn Jahren mein erstes deutsches Wort gelernt. Ich kann nicht glauben dass ich jetzt hier stehe. Danke Frau Phillips. Gott weisst schon wie viele Deutschfehler ich bald machen werde. Du hast mich gut gelehrt, Frau Phillips, aber ich hab nicht immer gut zugehört.

Lass uns beten:

Allmächtiger Vater, wir danken dir für alles was du uns gegeben hast. Durch den Tod deines Sohnes hast du die Sünde und Tod zu nicht gemacht und durch sein Auferstehen hast du uns Unschuld und ewiges Leben gegeben. Ich bette dass durch meine Deutschfehler und Schwäche dein Wort immer noch zu hören ist. In Namen Jesus Christ, Amen.

Was kann man über die Auferstehung Christi sagen dass die Engeln, die Aposteln, oder die Bibel nicht schon gesagt haben? Das hab ich mich im letzen Tagen fast hundertmal gefragt. Die Antwort ist am Dienstag endlich gekommen. (Ja, ja, ich hab gewartet bis die letzen Momenten meine Predigt zu schreiben.) Aber die Antwort auf die ich gewartet habe: Ich soll Zeugnis geben von was Gott für mich getan hat. Gott hat meine Osterpredigt seit meiner Geburt geschrieben. Früher in die Apostelgeschichte, Petrus sagte dass Gott zwischen die Menschen nicht unterscheidet. Meine Geschichte gebe ich als Beweis für das was Petrus sagte über den Herrn. Gott hat mich gerufen genau wo ich war, genau wie ich war. Er hat mir die Liebe Jesu Christi freilich gegeben ohne Unterscheidung. Wegen ihm stehe ich heute vor euch.

Ich bin die älteste von drei Jüngern und hab zwei liebevolle Eltern. Mein Vater war ins Militär und deswegen sind wir jede paar Jahren umgezogen. Endlich, als ich sieben Jahre alt war, sind wir in Alabama gelandet. Ich hab den Schulabschluss in Alabama gemacht und danach studierte ich bei der Universität Alabama. (Wo Deutsch einer meinen Hauptfächer war.) Bis jetzt ist meine Geschichte relativ normal, aber was ich noch nicht gesagt hab ist dass meine Eltern Mormonen waren. Und, weil meine Eltern so waren, ich und meine zwei Brüder waren auch so.

Die mormonische Religion ist mehr auf dem Legalismus gerichtet. Man spricht von Christus und die Bibel, aber was wichtiger ist ist dass man die mormonische Leitern (sogenannte Propheten) und die Regeln die sie geben folgen. Man darf keine Kaffee oder Tee trinken und auch kein Alkohol. Man muss täglich die Heilige Schriften lesen und jeder Sonntag drei Stunden lang in die Kirche sitzen. Man muss immer freundlich, sauber, und konservativ sein; ein Evangelist für die mormonische Kirche im Alltag. Das tägliche Leben ist eine Liste von was man richtig oder falsch gemacht hat. Und, wenn man was falsches gemacht hat, kommt Gottes Vergebung ganz langsam und peinlich und nur wenn man die Sünde nie wieder macht.

Mit so einer strengen religiösen Erziehung ist es kein Wunder dass ich nach High School ganz wenig die mormonischen Gottesdiensten besucht habe. In die Zeit zwischen High School und meine Rückkehr zur USA war meine Beziehung mit Gott beunruhigt. Als ich Student in Tuscaloosa war, hab ich fürs erste Mal andere Christen kennengelernt. Die waren alle so froh als die über Kirche und Gott gesprochen haben. »Wieso sind sie so fröhlich?« hab ich mich mehrfach gefragt. Die mormonische Kirche sagt dass die Christen nur einen Teil vom Evangelium Christi haben. Ich, als Mormon, hatte das vollständige Evangelium, darum sollte ich froh gewesen sein.

Aber, ich war nicht froh. Als ich über Gott dachte, kam nur das Schuldgefühl. Ich dachte über alles was ich nicht perfekt gemacht hab. Buße hab ich oft getan aber es gab mich keinen Trost. Nach viele Tage beten und mormonische Frömmigkeit hat die Buße mir nichts außer mehr Schuld gegeben denn ich hab immer wieder gesündigt. Ich wollte ein perfekte Mormon sein, aber egal wie viel Mühe ich gegeben hab es war nicht möglich. Ich war ein schuldiger Sünder und es gab keine Hilfe für mich.

In dieser Zeit war die mormonische Religion immer noch die Wahrheit für mich, ich war einfach nicht gut genug einen Mormon zu sein und ich würde immer so bleiben. Ich hab beschlossen weniger über Gott zu denken; es hat einfach mir nichts gebracht. Nach ich meinen Abschluss an der Universität Alabama gemacht hab, bin ich nach Amsterdam gezogen und von außen war ich ein normale Ami. Okay, das war eine kleine Lüge. Ein Ding war von außen ein bisschen komisch, der neue amerikanische Kollege trank kein Alkohol.

In Amsterdam traf ich mich Leute die ah-tei-stisch oder ag-no-stisch waren. Sie waren alle nette Leute, sehr sympathisch und froh. Niemand die ich gekannt hab war Sonntags in die Kirche. Ab und zu haben Leute in Amsterdam über die Kirche, der Papst, Christen, usw. gesprochen. (Normalerweise in schlechter Stimmung.) In dieser Zeiten hab ich wieder wirre Gedanken über Gott gehabt, aber die waren schnell vorbei. Von was ich sehen könnte, gab’s keinen Gott in Amsterdam und alles war okay. Vielleicht war die Schuldgefühle die ich immer noch ab und zu hatte ein sinnlose Ergebnis meiner mormonischen Erziehung; vielleicht war ich auch ag-no-stisch.

August 2008 bin ich nach Tennessee gezogen. Für ein paar Monate hab ich in Brentwood mit einen Freund von High School gewohnt. Als ich einen Job gefunden hab, bin ich in ein Hochhaus ins Stadtzentrum Nashville umgezogen. Das Hochhaus war direkt neben eine Kirche. (Ihr könnt schon mal raten welche Kirche es war.) Es ist in meine Wohnung in dieses Hochhaus dass mein Leben einen neuen Weg gefunden hat.

Ich bin zwei oder dreimal in die Woche vorbei McKendree gelaufen. Jedes Mal dass ich vorbei gelaufen bin kam wieder die wirre Gedanken über Gott. »Wo war er?« »War er Böse mit mir?« »Wenn er so gut wäre warum fühlte ich mich immer so schlecht als ich über ihn dachte?« »Gab’s eigentlich einen Gott?« Mit jede Woche waren diese Gedanken mehr und mehr konkret. Für Jahren übersah ich die Frage der Realität Gottes, aber meine wöchentliche Konfrontation mit McKendree, und deshalb Gott, brachte alles ganz nach vorne. Ich musste die Frage beantworten.

Ich kann die Augenblick jetzt ganz klar erinnern. Ich stand vor dem Bücherschrank in meine Wohnung und sah meine Bibel. Plötzlich fragte ich mich »Gib’s einen Gott?« Ich dachte an alles dass ich erlebt hatte, alles was ich gesehen hatte, die Momenten wo Gott ganz na war, wenn ich seine Liebe wirklich gefühlt habe. Auch in der Finsternis meiner dunklen Zeiten gab’s kleine Strahlen seines Lichts. Meine Antwort war »Ja«. Der Moment dass ich es gesagt hab, wusste ich dass es die Wahrheit war. Gott lebt und mit das Wissen musste ich eine Reaktion haben; ich durfte Gott nicht mehr übersehen.

Der nächste Sonntag nahm ich fürs erste Mal an einem christlichen Gottesdienst teil. Außer was ich als mormonische Jugend erlebt habe, kam die Schuldgefühle nicht; ich erlebte nur Trost und Liebe. Über die nächste Wochen und Monate war Gott ge-duldig mit mir; er traf mich voll Barmherzigkeit genau wo ich war. Als ich die Dreifaltigkeit nicht verstanden hab, gab mir Gott die Zeit es über zu legen. Als ich Angst hatte weil alles zu schnell für mich war, gab mir Gott der Raum nach zu denken. Als ich Frage hatte, gab mir Gott christliche Brüder und Schwestern mit Antworten. In alles war seine Gnade. Ihn war es nicht wichtig was ich früher gedacht oder gemacht hat. Gott war gerne bei mir als ich ein Verständnis seine Herrlichkeit und Schöpfung entdeckte.

Meine Entdeckung der Liebe Christi war nicht sofortig. Wie Maria aus Magdala gab es Zeiten wo ich vor dem leeren Grab meines Lebens gestanden hab und weinte. Der Weg zur Gewissheit des Glaubens war langsam und schwierig. Monate lang besuchte ich den Gottesdienst McKendree. Monate lang hab ich gebetet, meine Bibel und andere theologische Bücher gelesen. Tag für Tag stand ich vor dem Grab aber der Stein war immer noch da. Ich wusste dass Gott Liebe war. Ich wusste dass Gott die Welt so geliebt hat, »dass er seine eingeborene Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sonder das ewige Leben haben.« Ja, Gott liebt die Welt. Er lebt, liebt, und schwebte in Ewigkeit über seine Schöpfung. Am Kreuz ist er für die Sünden der Welt gestorben. Er ist »Richter der Lebenden und der Toten,« aber was für ein Urteil würde er für mich verkünden. War er meine Rettung?

Seine Verurteilung für mich kam eine ungewöhnliche warme Tag im Februar. Ich saß unter einem Baum gegenüber dem Kapitol Tennessee. Ich lies ein Buch über methodistische Theologie und hab, wie hundert Mal zuvor, mich gefragt ob ich gerettet war. Dieses Mal, aber, kam eine Antwort. »Ja, Michael, du bist gerettet.« Ich weiß nicht ob ich es laut gehört hab oder nur im Kopf aber der Augenblick dass ich es gehört habe wusste ich dass es so war. Der Stein war weg. Jesus war mein Trost und Heil. Jesus war meine Rettung. Das Grab war leer weil seine Freude zu groß war.

Ich erzähle jetzt meine Geschichte und meine Erlebnissen mit Gott ohne Prahlerei. Eigentlich, wollte ich meine Geschichte nicht predigen. Ich predige lieber über Jesus und was die Bibel für uns heute sagt. Aber wenn Gott eine Geschichte schreibt, muss man es erzählen. Mit Paulus bin ich der niedrigste unter allen. Gott kam zu mir nicht weil ich klug war, nicht weil ich Gutes getan hab, und bestimmt nicht weil ich ein heiliges Leben geführt habe. Wenn Jesus mich lieben kann, wenn er mich retten kann, kann er doch ihr und die Welt.

Egal wie tief das Tal deines Lebens ist, steht er gerne neben dir. Egal wie viel du gesündigt hast, sind seine Arme weit offen. Er hat unsere Schuldscheinen »ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt.« Glaub an ihn! Sei zusammen mit Christus auferweckt! »Richtet eure Gedanken auf das, was im Himmel ist, nicht auf das, was zur irdischen Welt gehört.«

Maria fand das Grab leer und ist entgegen Jesus gekommen am Weg nach Galiläa. Petrus sah die Tätigkeiten Gottes im Haus Cornelius und hat dadurch Antworten bekommen; er hat Jesus mit völlig neuen Augen gesehen. Wo bist du am Weg? Gott hat schon deine Ostergeschichte geschrieben. Bist du bereit es zu erleben? Gott gibt dir freilich sein Geschenk, wirst du es annehmen? Gott gibt die Macht, du musst es nicht selbst haben. Dein Herzt musst nur sagen, »Herr Jesus Christus, du Sohn Gottes, hab erbarmen mit mir. Sei meine Rettung.« Ehre sei Gott in Ewigkeit! Amen.